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Mittwoch, 20. Juni 2018

Die neue Galerie „Etwas anders“ zeigt typische Szenerien Siegerländer Orte


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Siegener Verlag Buch-Juwel mit neuem Bilder-Projekt gestartet

Siegerland. 20. Juni 2018 (DiaPrw). Mit „Siegerländer Orte – Etwas anders“ startet der SiegenerVerlag Buch-Juwel (www.buch-juwel.de) ein neues Projekt. Im ersten Teil sind auf 14 Seiten 13 Räume bestückt. Zu sehen sind typische Bauwerke und Landschaften in etwas anders gestalteten, aber erkennbaren Form. Der Bilderreigen geht von Burbach bis Wilnsdorf.



Um Freudenberg geht es im Raum 3 der neuen Galerie. (Repro (c) 2018 presseweller)


„Mal wieder etwas Neues“ hat man sich bei Buch-Juwel gedacht, als das Projekt „Etwas anders“ zu Siegerländer Ortsansichten aus der Taufe gehoben wurde. Die klassischen Bilder kennt nahezu jeder aus dem Siegerland. Deshalb greifen hier auf Foto-Basis neue, mal nicht alltägliche Gestaltungen der Ortsbilder, die gleichwohl alles erkennen lassen. So sind im ersten Teil Szenerien von Burbach, Freudenberg, Netphen, Siegen und Wilnsdorf entstanden. Die Gesamtdarstellungen wurden von „wellSi-made“ zusammengestellt und gestaltet. Die Galerie wird in den nächsten Wochen um einige Orte erweitert.

Mundart-Namen und Erläuterungen
Den vorgestellten Orten ist direkt im Titelkopf des jeweiligen Seitenraums die geläufige Mundartbezeichnung beigestellt. So wird zum Beispiel Burbach zu „Burwich“, Freudenberg zum „Flecke“ und Siegen zu „Seeje“ und „de Statt“.
Während in den Einzelräumen keine textlichen Erläuterungen zu finden sind, gibt es dennoch ausführliche Informationen zu den Abbildungen. Nach jeweils drei Räumen finden die Betrachter eine ausführliche Beschreibung zu den Bildnissen und teilweise Tipps zum Ort..
Die neue Galerie „Etwas anders“ ergänzt die bisherigen „Sejerlänner Galerien“ 1 und 2 mit insgesamt über 60 Räumen.
Alle Galerien sind ohne Anmeldung als Blättermagazin über die Seite „Magazine, Videos, Blogs“ aufrufbar und können frei gelesen werden.

*Auf den Seiten www.buch-juwel.de finden Sie Themen zum Siegerland und Mundart!

Dienstag, 15. November 2016

Riewekooche, Glonk un Alldaachsläwe



Titelansicht des neuen Buches.


Bei Buch-Juwel: Das neue Buch mit dem 23. Psalm in Platt "Dr goore Hirde"


Siegen. 14. November. (DiaPrW). Neulich hörte ich einen Siegerländer sagen: „Sinn mr net all Riewekooche?! Übersetzt heißt das „Sind wir nicht alle Reibekuchen“. Für Eingesessene ist „Riewekooche“ ein Schlagwort, auch und gerade, wenn man sich irgendwo in der Ferne trifft. Das Wort Reibekuchen steht indes steht für das besondere, im Siegerland traditionelle und typische Kartoffelbrot mit der krossen Kruste. Der Siegener Verlag Buch-Juwel hat den Begriff im Titel seines neuen Buches „Riewekooche, Glonk un Alldaachsläwe“ aufgegriffen. Für dieses „Lesebuch“ hat Autor Georg Hainer zig Geschichten und Gedichte geschrieben, die sich um die Heimat Siegerland drehen. Da geht es um Traditionelles mit Hinweisen zu Aktuellem, von Freudenberg bis zum Hickengrund und vom Giller bei Hilchenbach bis nach Schelden, um Glockenklang und Weihnacht und um kurze lustige Geschichten. Wahrscheinlich erstmals wird es hier eine Übertragung des 23. Psalms, allgemein bekannt als „Der Herr ist mein Hirte“, in Siegerländer Platt mit „Dr goore Hirde“ geben.

Schulzeit früher, kurze Anekdoten zu Fritz und Willem, Siegerländer Backwerke wie Riewekooche und Bäckel sowie Gefäße wie Glonk und Mäckes, Freizeit und Sport früher sowie die Erz- und Eisentradition leben im neuen Büchlein auf, lassen erinnern, laden zum Schmunzeln ein und auch nachdenklich, besinnlich werden, wie bei dem Glockengedicht, einer der lyrischen Momente im Buch. Erinnerungen ans große Sportfest auf dem Giller, Fußball am Stadtplatz in Siegen oder am Rosengarten in Schelden, Erinnerung an den Großbrand von vor 350 Jahren in Freudenberg, Backes und Kapellenschule und …: eine Fundgrube für Heimatfreunde. Einige Texte sind in Siegerländer Mundart, „Platt“, werden aber direkt auf Hochdeutsch erläutert.
Das ist auch so beim 23. Psalm, im Buch „Dr goore Hirde“ betitelt, bei dem der Originaltext aus der Bibel beigestellt ist. Bekannt ist der Psalm den meisten unter „Der Herr ist mein Hirte“.
Natürlich fehlen auch die Jahreszeiten in diesem so wunderschön bunten Siegerland nicht, einschließlich Advent, Weihnachten und – zum guten Schluss – Neujahr.

„Riewekooche, Glonk und Alldaachsläwe“, Verlag Buch-Juwel, ISBN 978-3-9818449-00,
52 Seiten, fester Softcover-Umschlag, VK 8,95 Euro.
Im heimischen Buchhandel fragen!

Inhaltshinweis und Anfragen bei http://www.buch-juwel.de

Über diese Seite können Sie auch ohne Anmeldung und frei zum Lesen die neueren Magazine 
"Seejerlänner Esse", ein "Wörterbuch" zu Siegerländer Gerichten und Backwerken unter "Magazine, Videos ..." aufrufen wie auch insgesamt drei Magazine zu "Früher in Siegen", rund um den Rosterbergund, und sich, vielleicht als Geschenktipp, die 4-farbigen DIN-A2-Poster zu "Backes" (19 Siegerländer Backhäuser) und "Kapellenschulen" (20 ehemalige Kapellenschulen) unter "Poster" anschauen. 

Titel des Blättermagazins "Seejerlänner Esse". Ohne Anmeldung aufrufbar. 

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Advent in Freudenberg und Seelbach



Dezent und stilvoll geschmückt: Bürgerhaus in Seelbach.(Fotos (c): presseweller)


Nicht überladen, sondern dezent, schön und stilvoll


23. Dezember 2015. Siegen (DiaPrw). Bei denjenigen, die in den Dörfern rund um Freudenberg im Siegerland wohnten, war es schon früher in der Adventszeit so: „Mr gucke moa em Flecke, wat et alles geart“ (mir schauen mal im Flecken, gemeint ist Freudenberg, was es da so alles gibt). Schlussendlich war es aber ebenfalls so, dass man auch „e de Statt“ (in die Stadt, gemeint ist Siegen) fuhr, um „noam Chreskennche zo gucke“ (um nach dem Christkind, in diesem Fall nach Geschenken, zu gucken). Wir waren am 4. Advent in Freudenberg, um uns das überregional bekannte Fachwerkidyll im vorweihnachtlichen Lichterglanz anzuschauen. Unterwegs schauten wir auch noch in Seelbach, an der Straße zwischen Siegen und Freudenberg, vorbei.

„Serlwich“, wie manche in Platt zu Seelbach sagen, hat bereits einige Jahrhunderte auf dem Buckel. Besonders ins Auge fiel uns jedoch ein besonderes und großes Haus: die alte Schule, die seit Jahren Bürgerhaus ist. Damit verbindet sich auch der örtliche Heimatverein. Das Bürgerhaus war weihnachtlich herausgeputzt, aber nicht überladen. Die großen Lichterketten an der Fassade gaben dem Gebäude in der Abenddämmerung einen besonderen Glanz. Man hat damit dezente Akzente gesetzt, die stilvoll sind und zum Haus passen. Schön. Klar, dass so etwas ein Fotomotiv ist.



Hier und da leuchtende Sterne im Fachwerkensemble. 


„Dezenter Schmuck“, das kann man auch zu den Fachwerkgassen in Freudenberg sagen. Manche Häuser hatten Nummerntafeln außerhalb der Hausnummer. Ja, Hintergrund ist der „lebendige“ Adventskalender. Beim jeweiligen Haus gibt es dann an dem Tag wie am 20. Dezember etwas Besonderes zu sehen. Bei unserem Besuch am 4. Advent hatten sich in einer der Altstadtgassen ein Chor und Instrumentalisten eingefunden. 



Weihnachtsbäume gibt es auch. 


Vor Chor und Musikern sammelten sich nach und nach immer mehr Menschen. Es wurden Liedtexte verteilt. Schließlich erklang nach einer instrumentalen Voreinspielung das bekannte Adventslied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit ...“, und viele der Umstehenden stimmten mit ein. Besondere Momente an einem Spätnachmittag im Advent, den wir miterleben konnten. Für uns Zufall, weil wir nur einmal sehen wollten, wie sich Freudenberg zum Fest herausgeputzt hatte. (jw)

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